Tobys Zimmer (German Edition)

Tobys Zimmer (German Edition)

Pat Barker

Language: German

Pages: 384

ISBN: B00IE2QAVE

Format: PDF / Kindle (mobi) / ePub


Was macht der Krieg mit der Kunst - und die Kunst mit dem Krieg?

Elinor und Toby sind Schwester und Bruder, Freunde und engste Vertraute. Im Jahrhundertsommer 1912 verbringen sie eine Nacht gemeinsam in Tobys Zimmer. Ihr Geheimnis nimmt Elinor später mit an die Slade School of Fine Art in London, wo sie Kunst studiert, während Toby im Royal Army Medical Corps in den Schützengräben Frankreichs dient.

1917 wird Toby als »Vermisst, vermutlich gefallen« gemeldet. Elinor stürzt in tiefe Trauer. Sie schließt sich als Assistentin dem Künstler und Chirurgen Henry Tonks an und beginnt, für ihn die zerstörten Gesichter von Soldaten zeichnerisch zu dokumentieren. In Tonks' Umfeld erwartet sie Aufschluss über Tobys Tod.

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gemeint war. �Bringen Sie mit Schwester Wilson den Mann auf Station.« �Aber ich bin nicht …« Die Schwester hatte sich schon wieder abgewandt. Elinor fädelte sich durch Pulks von Männern zu Schwester Wilson, die den Mann mit der Gehschiene festhielt. Er schien im Stehen zu schlafen. Seine Haare waren ölig, und das Blut, das durch seinen Verband gesickert war, war schwarz wie Öl. Er trug ein Schild auf der Brust: �Queen’s Hospital, Sidcup, Kent.« �Können wir ihm nicht eine Trage holen?«, fragte

Genau das hatte mich im Grunde angetrieben, die Angst, Tonks zu enttäuschen. Zunächst hatte ich mich wohl vor den Anblicken gefürchtet, aber sie machten mir nicht so viel aus, weil der Prozess mich so faszinierte. Nach einer Weile wurde mir allerdings von den Gerüchen übel. Als wir gerade erwogen, Mittagspause zu machen, wurde aber noch ein Patient hereingeschoben, der in letzter Minute der Liste hinzugefügt worden war. Tonks hatte das nicht gewusst; ganz bestimmt nicht, sonst hätte er mich

ab. �Vielleicht könnten Sie auch einen Rum gebrauchen«, sagte er über die Schulter beim Händeschrubben. War das eine Anspielung auf Nevilles nervliche Verfassung? Es war Brooke gewiss nicht entgangen, dass er bei jedem Granateinschlag zusammenzuckte und dass er einen beharrlichen Tremor entwickelt hatte, der ihn als Assistenten nahezu untauglich machte. Er verbrachte inzwischen mehr Zeit als Krankenträger an vorderster Front als auf dem Verbandsplatz dahinter. In jener Nacht lag Neville in

löste sich Tonks von der Wand, brach die Pose auf und damit ihre Konzentration. Auf einem neuen Blatt Papier widmete sie sich dem Modell. Sie wusste, bevor sie anfing, dass ihr die perspektivische Verkürzung der Pose nicht gelingen würde, dennoch kritzelte sie drauflos, bis sie sich nach vierzig Minuten Stümperei zurücklehnte und ihr Werk betrachtete. �Gott, ist das furchtbar«, sagte sie vor Schreck laut. �Hmm. Gewiss nicht Ihr Bestes.« Sie hatte ihn gar nicht gehört. Er beugte sich vor,

Hunger. Er konnte es kaum erwarten, bis er an der Reihe war. Und mehr noch, besser als alles andere, er kam hier raus. Selbst nachts noch, mit den Riemen an den Handgelenken und einem bitter schmeckenden Schlaftrunk in der Blutbahn, empfand er diese heftige Freude. Sie war von Zorn kaum zu unterscheiden. Die Nachtschwester saß an ihrem Tisch auf einer Insel aus Licht. Schniefen, Schnarchen, Knarren, Stöhnen: die üblichen Viehlaute, aber jedenfalls schwieg das Grammophon. Wobei ihm dieses

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